Schweizermeisterschaft 30.10.2010

Welche Jahreszeit ist, wenn die Trainingssäle wieder gut besetzt sind und viele Workshops und Powertrainings angeboten werden? Ja genau - es ist Schweizermeisterschafts-Zeit. Wir persönlich versuchten an möglichst vielen der angebotenen Workshops teilzunehmen, besuchten diejenigen von Sven & Nina, alle drei bei Holger Nietsche und diverse Powertrainings des TTZs. Wir konnten extrem profitieren und fühlten uns unter anderem konditionsmässig sehr gut auf die SM vorbereitet. Die Hauptprobe hatte sich zwar als grosses Schlamassel entpuppt, trotzdem freuten wir uns auf die zwei Tage in Luzern.

Simon und ich fuhren mal wieder einen Tag vorher, konnten uns im Hotel am Morgen gut vorbereiten, noch schnell am Frühstücksbuffet verpflegen und mussten dann nur noch 10 min zur Sporthalle fahren. Schon im Vorfeld fand ich es eher knapp berechnet, dass die Tür erst eine Stunde vor unserem Turnier geöffnet wurde. Normalerweise sind wir gerne 1.5 Stunden vorher schon anwesend und nutzen die Zeit uns in aller Ruhe umzuziehen und gut einzutanzen. Die Warteschlange vor der Startnummerausgabe war dann auch schon ziemlich lange, das Durchschleusen bei der ersten Kategorie noch etwas schleichend. Für uns war es dann von Vorteil, dass das erste Turnier mit einer halben Stunde Verspätung startete, so hatten wir doch noch Zeit einzutanzen. In einer Ecke der grossen Halle gab es einen eigens dafür abgetrennten Bereich.

Zum ersten Mal konnten wir an einem DC-Turnier teilnehmen. Das müsste es echt häufiger geben, schliesslich waren 13 Paare am Start. Es machte uns sehr viel Spass und wir erreichten zum ersten Mal die zweite Runde (Halbfinal!! :-) und landeten auf dem guten 8. Rang.

Latein Hauptklasse DC

Zwischen den DC-Runden war mit den 10-Tanz-Vorrunden der Junioren für viel Abwechslung gesorgt. Einfacht toll, dass fast alle Junioren über 10 Tänze antreten und ihr breites tänzerisches Können zeigen. Die Standard-Vorrunde war zuerst dran, später dann Latein Die drei 10-Tanz-Paare, welche den Latein-DC-Final erreicht hatten, mussten sich währenddessen schnellstens umzogen. Während der letzten Jive-Heats standen dann alle Standärdler in der hinteren Ecke bereit und reihten sich für den Einmarsch in Reih und Glied ein.

Manchmal war es etwas schwierig das Ende eines Tanzes zu erkennen, da die Musik nur ganz kurz leiser gestellt wurde und dann wieder weitergespielte, was zwar eine schöne Stimmung machte und keine klatsch-müde Stille zwischen den Tänzen eintrat, ein klareres Ende zu den Tänzen hätte aber zum Teil weniger Verwirrung gestiftet.

Junioren 10-Tanz Standard Junioren 10-Tanz Latein

Englisch Walzer, Tango, Wiener Walzer - que sera sera, whatever will be, will be, the future's not ours to see - und wir sahen kein Ende zu diesem Wiener Walzer. Zum Glück hatten wir in der SM-Vorbereitung auch schon 2-Minuten gewienert, sonst wären uns wohl hier die Arme abgefallen.

Spannend war es an dieser SM quer durchs Band. Wie wirkt Daniel Buhala mit seiner neuen Partnerin? Wo würde sich Renato, trotz Sigrun's Ausland-Semester immer toll, platzieren können? Roger und Anne Marie hatten sich in diesem Jahr extrem weiterentwickelt und Barbara und Beat sind auch immer vorne mit dabei... Das junge berner Paar Julia und Mark wurden wohl von allen etwas unterschätzt. Bei den Senioren I war der Spitzenkampf schon seit letztem Jahr lanciert und bei den Lateinern der Hauptklasse gab es zum ersten Mal den in die Schweiz zurückgekehrten Daniel Juvet mit Partnerin Zuzana Sykorova zu bestaunen und der Kampf um die WM-Plätze in New York war lanciert.

Dass bei den Lateinern B-S wegen zwei Abmeldungen kurzerhand die Hoffnungsrunde am Nachmittag und eine Zwischenrunde gestrichen wurde, enttäuschte Viele. Alle hatten sich gefreut mindestens 2 Runden zu tanzen und einige Paare hatten ganze Fan-Delegationen, die nur am Nachmittag angereist waren. Zudem fanden die Paare die Komunikation diesbezüglich schlecht. Klar, das Reglement besagt genau, ab wievielen Paaren wieviel Runden zu tanzen sind, aber die Kalkulation ist schon denkbar knapp, wenn extra die ersten 4 der DC-Klasse mittanzen müssten damit es für zwei Runden mehr reicht. Mit ein, zwei Absagen muss wohl immer gerechnet werden.

Standard Hauptklasse

Standard Senioren I Standard Senioren II Standard Senioren III

Die Finale fanden alle in der Abendvorstellung statt. In der Pause konnte man in der Lounge relaxen, sich verpflegen, oder wie wir, bei einem Spazziergang an der frischen Luft die Augen, Ohren, Simme und Hände entspannen.

Abends war der grosse Saal inklusive Tribühne bis auf den letzten Platz besetzt. Willi Beutler führte wie schon am Nachmittag erfrischend durch den Abend und Stephan Frehner lieferte tolle Musik und unterrahmte Highlights musikalisch - was hätten wir dieses Jahr bloss ohne Lady Gaga getan. Die Luzerner hatten sich für diese SM wirklich ins Zeugs gelegt. Die Organisation war super, unglaublich viele Helfer waren mobilisiert worden und es gelang ihnen, die Turnhalle in ein gediegenes und festliches Flair zu tauchen.

Wie jedes Jahr zeigten Viele an der SM wieder zum ersten Mal ihre neuen Kleider. Besonders bei den Junioren staunt man nur so über die wunderschönen Stücke. Die Eltern scheinen dafür echt tief in die Tasche zu greifen. Welche Farbe dieses Jahr absolut in ist zeigte sich beim Junioren-Latein-Finale. Bis anhin konnte man in weiss echt auffallen, aber dass 5 von 6 Paare und davon auch noch zwei Herren ganz in weiss antreten würden, hätte wohl niemand gedacht. Da stach dann das einzige farbige Kleid deutlich hervor.

Zwischen den Runden gab es ein abwechslungsreiches Show-Programm mit Ballett, Jass Lady-Style, oder auch mal ein paar Lieder Publikumstanz. Als es dann aber schon nach Mitternacht war, nur noch zwei Finale anstanden und niemand mehr den Publikumstanz nutzte, war es nicht ganz verständlich, dass nicht etwas vorwärts gemacht wurde. Langsam wollten alle bald ins Bett. Insbesondere die Jungen wollten noch ihre grossen Vorbilder sehen, mussten aber am nächsten Morgen früh selbst wieder zu ihren Einzeldisziplinen antreten. Zum Glück schenkte uns die Zeitumstellung eine Stunde Schlaf.

Auf die letzte Show vor den letzten Siegerehrungen hätte aber wohl niemand verzichten wollen. Das Licht ging aus und passend zu Halloween suchten uns die Untoten heim. Die luzerner Tänzer, Tänzerinnen, Helfer und Organisatoren überraschten mit einer faszinierenden Zombie-Show zu Michal Jackson's "Thiller". Sie bewegten sich so überzeugend, dass es so manchem kalt den Rücken runter lief und einige bei Berührungen zusammen zuckten. Es war echt genial!

Show: Ballet Show: Jass Lady-Style

Latein Hauptgruppe II Latein Hauptklasse Halloween-Zombie-Show