Baslermeisterschaften, Allschwil 16.10.2010

Manchmal, da fällt es sogar mir schwer einen Bericht zu verfassen, vor allem, wenn wir mal wieder zum x,x,x-ten Mal letzte geworden sind... Frustriert waren wir nicht unseres Tanzens wegen, wir fühlten uns gut und merken ja schon auch selbst, dass wir Fortschritte machen, sondern halt der Resultate wegen. Im Latein waren erstaunliche 7 D-Klassen-Paare am Start und wir hatten uns durchaus erhofft, dass diesmal das eine oder andere in Reichweite sein könnte. Leider ist es meist schwer, an einem D-S Turnier überhaupt einen Unterschied zwischen denjenigen auszumachen, die in der ersten Runde schon rausfallen, da natürlich alle Höherklassierten die Marks einsammeln. So lagen die letzten 5 Paare alle zwischen 0-4 Marks.

Eigentlich hätte man an diesem Turnier bei 7 D- und 3 C-Paaren eine DC-Klasse separat durchführen können. Oder bei 4 Runden wäre auch eine Hoffnungsrunde drin gewesen. Das hätte wenigstens allen ermöglicht zwei Mal zu tanzen. Dazu hätte ich auch noch eine weitere Idee: was wäre mit einer zusätzlichen Runde in der diejenigen, die nach der ersten Runde nicht weiter gekommen sind, nochmals gegeneinander antreten und die letzten Plätze noch genauer untereinander ausmachen? Mag für manche ja kurios klingen, wer will schon um die "Looser"-Plätze tanzen, aber die tieferklassigen Paare reisen halt oft an Turniere nur um eine Runde zu tanzen und eigentlich treten wir doch alle an, weil wir gerne tanzen. Bei so wenigen Paaren wie in der Schweiz gegenüber dem Ausland jeweils an Turnieren antreten, sollte es eigentlich möglich sein, in der Hauptklasse allen zwei Runden zu ermöglichen, sei dies mit einer Hoffnungsrunde oder eben meiner Idee einer Trostrunde oder wie auch immer man es nennen möchte.

Senioren I Standard

Jetzt werde ich aber mal wieder zu diesem Turnier zurückkommen. Das Turnier selbst hat es nämlich nicht verdient in diesem Bericht unterzugehen. Nicht zuletzt, da es nur zwei Wochen vor der diesjährigen Schweizermeisterschaft stattfand und auch da zum ersten Mal die Junioren Klassen durchgeführt wurden, war es extrem gut besucht. Viele Paare ergriffen die Chance, hier eine Generalprobe zu tanzen. Die Fläche war dafür auf jeden Fall extrem gut geeignet. Die Haftung war sehr gut und es schien als hätten sie die Fläche dieses Jahr noch vergrössert und trotzdem gab es Zuschauer auf allen Seiten und Platz zum Eintanzen nebendran.

Als wir eintrafen war gerade die Senioren I Kategorie dran und einige dieser Paare tanzten später auch noch bei der Hauptgruppe mit. In allen Alterskategorien hatten zudem einige französische Paare den Weg ins grenznahe Basel gefunden.

Die Schweizermeisterschafts-nahe Stimmung war auf der Fläche dann schon deutlich zu spüren. Die grosse Fläche konnte als Vorbereitung genutzt werden alle Ecken auszutanzen, Zusammenstösse waren dadurch manchmal nicht zu vermeiden. Nach jedem Finale wurden die Wertungen offen gezeigt, was in der Schweiz mittlerweilen eine Seltenheit ist. Zwischen dem ersten und zweiten Platz waren sie jedoch in jedem Tanz so knapp, dass es schon sehr genaues Rechnen erforderte. Zum Glück behält da der Computer die Übersicht. Schaut man es sich im Nachhinein genauer an, sieht man, dass es im Slow Fox sogar einen geteilten ersten Platz gab. Es wird an der Schweizermeisterschaft so richtig spannend, wenn noch weitere Paare kommen, die mitreden wollen und die Karten von Grund auf neu gemischt werden.

Junioren Standard

Hauptklasse Standard Junioren Latein Hauptklasse Latein

Schön an diesem Turnier ist auch, dass in jeder Klasse (D, C, B, A, S) jeweils die ersten drei Paare geehrt werden wozu es einer riesigen Menge an Blumensträussen bedarf. Einen witzigen Kontrast zum Tanzturnier ergibt sich in dieser grossen Sporthalle durch den Balkon, auf dem die Kraftgeräte stehen. Mit der Zeit haben die Sportler aber zum Teil mehr zugeschaut, als sich selbst sportlerisch zu betätigen. Zuhause erzählen sie sicherlich dann sie hätten hart trainiert. Aber sind wir mal ehrlich, zu Slowfox und Rumba lässt es sich auch echt schlecht voller Motivation Gewichte stämmen. Vielleicht im Dreiviertel-Takt?

Nachdem dann im Latein auch so ein grosses Feld angetreten war, freuen wir uns schon riesig auf die zwei Tage Schweizermeisterschaft in Luzern und wünschen allen Paaren noch eine super letzte Vorbereitungsphase. Wir sehen euch dann bald!!!

Hauptgruppe II