Operation Codename "Pinguin"

Schon seit einenhalb Monaten haben wir heimlich diese Aktion geplant. Die Idee ist daraus entstanden, dass Martin einfach unbedingt einen neuen Frack braucht. Simon fand, dass er es verdienen würde mal ein grosses Geschenk zu bekommen. So starteten wir diese Operation. Martin hatte in den letzten Monaten unglaublich viel Zeit investiert für den DUZ und die Tanzszene. Mit unserer Aktion wollten wir den Leuten eine Chance geben mitzumachen und Martin dafür zu danken. Die Sympathie-Welle die uns daraufhin entgegenschwabbte, war überwältigend. Das Geld, das wir sammelten, reichte für den ganzen Frack und auch noch für Schuhe.


Codename Pinguin (1x)

Wir erfanden eine Ausrede, weshalb Martin sich von der Arbeit freinehmen musste. Wir baten ihn, bei uns im Ferienhaus dabei zu sein, wenn ein Vertreter für Solarstrom-Anlagen vorbei kommt, um einen Kostenvoranschlag zu machen. Er ist voll darauf eingestiegen und hat nichts gespannt. Er hat am Vortag abends spät noch in seiner Bude Messgeräte zusammengesucht, die er eventuell brauchen könnte.

Toll, dass die Batterien geladen waren... Wir lachten uns bloss heimlich ins Fäustchen, wenn wir uns fragten, ob der Schneider wohl etwas mit seinen Messgeräten anfangen könne.

Früh morgens um 8:00 trafen Simon und ich Martin in der Velowerkstatt und fuhren von dort aus alle in unserem Auto weiter. Wir luden noch alle Messgeräte, Werkzeuge und nicht zu vergessen die Stahlkappenschuhe in unser Auto um und dann ging es los. Nur eben NICHT Richtung Chur...

Dies bemerkte Martin dann auch ziemlich schnell und fing an zu fragen, ob wir denn jetzt nicht ins Bündnerland fahren würden. Wir verneinten und fragten, ob er eine ID dabei habe. Er meinte noch, die bräuchte man ja heutzutage eigentlich fast nie mehr wirklich, doch zum Glück hatten wir alle eine dabei, denn an der Grenze mussten wir uns tatsächlich ausweisen.

Als nächstes übergaben wir ihm die Karte mit allen Unterschriften der beteiligten Mitverschwörer. Kreuz und quer standen die Unterschriften und Lian hatten wir die Hand mit Balsamico-Essig eingeschmiert und einen schönen (kack-braunen) Händeabdruck daraufgedrückt.


Dankens-Karte mit Unterschriften der Mitverschwörer (1x)

Mittagessen (6x)

Zur Karte sagten wir: "Alle diese Leute haben etwas dazu beigetragen, dass wir dich für einen Tag entführen und zwar, um dir das zu sagen, was vorne auf der Karte darauf steht." Er schaut sich die Vorderseite an: "Danke" steht dort.

Er ist absolut beeindruckt, wie viele Leute mitgemacht haben und dabei wusste er zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht, was wir eigentlich machen. Er durfte dann das GPS programmieren, daber Rodgau, Deutschland sagte ihm dann nicht wirklich mehr. Er staunte als wir sagten, dass dies in der Nähe von Frankfurt sei. Doch immer noch traute er sich nicht, gross zu raten, womit wir ihn wohl überraschen wollten. Wir sagten dann, dass diese Operation einen Codename hatte und übergaben ihm einen kleinen Kuscheltier-Pinguin. Er erriet daraufhin, dass es sich um irgend etwas mit einem Frack handeln könnte, konnte es aber trotzdem kaum fassen, dass ihm viele Freunde aus der Tanzszene gemeinsam einen kaufen wollten.

Wir hatten genügend Zeit eingerechnet, so dass wir in Rodgau noch Mittagessen gehen konnten. Wir fanden ein super gutes italienisches Restaurant: "La Famiglia" und danach fuhren wir zu VeryZofcin für unseren Beratungstermin.

Als erstes zeigte er uns verschiedene Stoffmuster, welche sich im Material und dem Gewicht unterschieden. Besser konnten wir es uns aber dann vorstellen, als er zwei halbfertige Fräcke zum Vergleich brachte. Wir entschieden uns für die Wolle, welche noch etwas Eslastan beinhaltete und dadurch etwas elastischer und vorallem auch leichter war. Dieser Stoff ist erst seit letztem November erhältlich., doch scheinbar soll Simone Segatori bereits darauf schwören.

Dann wurde Martin vermessen und nach 40 Minuten sassen wir wieder im Auto und es ging weiter nach Weiterstadt ins Tanzsportlädchen. Dort deckten wir uns alle noch mit Schuhen ein. Sogar Simon ersetzte seine durchgetanzten Salsaschuhe und ich kaufte mir ein zweites Paar, so dass ich dann mal ein schönes Paar für das Turnier und eines zum Abnutzen fürs Training habe. Im Tanzsportlädchen wurden wir richtig toll beraten und erhielten sogar Tee und Kekse. Danach ging es wieder ins Auto und 12 Stunden später waren wir wieder in Zürich. Es war ein anstrengender Tag, doch es hatte sich extrem gelohnt und Martin hat das Ganze zu 100% verdient... und unsere Vorfreude auf diesen Tag war einfach unbezahlbar.


Zofcin (6x)

Mass nehmen (10x)

Tanzsportlädchen (9x)